PRODUKTIVES LAND
JAHRESSCHWERPUNKT 2026Die Kulturlandschaft des Burgenlands zeugt von intensiver Wechselbeziehung zwischen Mensch und Natur. Die wirtschaftliche Nutzung und die damit verbundene Pflege gestalten das pittoreske Landschaftsbild. So wie die Wirtschaftsformen mit den Naturräumen eng verwoben sind, so ist die Baukultur Teil davon. Traktoren brauchen Scheunen,
Weine brauchen Keller und Tiere brauchen Ställe. Als Manifeste ihres pragmatischen Wesens prägen sie die Kulturlandschaft nachhaltig.
Im Burgenland wird neben dem Wein- und Ackerbau auch Forstwirtschaft und Nutztierhaltung betrieben, zum Teil auch Obstbau und Imkerei. Die vielen bäuerlichen Betriebe benötigen Gebäude zur Erzeugung, Lagerung und Präsentation.
Große Bauvolumina und moderne Herstellungsprozesse erfordern neue architektonische Lösungen. Die durch den Strukturwandel entstandenen, neuen Handelssparten und Gewerbetriebe implementieren sich mit neuen, fremden Bauformen in der Landschaft.
Der Dialog zwischen baulicher Umwelt und Naturraum ist gefordert.
Architekturen der landwirtschaftlichen Nutzung und der Produktion im ländlichen Raum sollen vorgestellt und deren Kontext zu Natur- und Kulturraum diskutiert werden.
Der schmale Grat zwischen gewinnbringendem Wirtschaften und sensibler Integration in die Landschaft wird erörtert.
Mit Vorträgen und Diskussionen, Bauvisiten („Architektur vor Ort) sowie einer Ausstellung im Herbst widmet sich der Architektur Raumburgenland 2026 landwirtschaftlichen und gewerblichen Gebäudetypologien und sucht nach geeigneten Bauformen fürs Land.
(Text: Nikolaus Gartner)
