Veranstaltungen

In der burgenländischen Kleinstadt Mattersburg hat sich in den letzten zwanzig Jahren - ähnlich wie in vielen Städten Europas - eine Shopping City samt Kinocenter am Stadtrand angesiedelt. Die raumplanerischen Folgen solcher Ansiedlungen, und deren architektonischen Besonderheiten werden Inhalt einer ca. einstündigen Führung/ Diskussion mit Klaus-Jürgen Bauer (Architekt) und Heinz Gerbl (Landschaftsarchitekt) sein.

Bogdan Bogdanovic - Architekt, Urbanist, surrealistischer Künstler und Literat, Hochschulprofessor sowie ehemaliger Bürgermeister von Belgrad - schuf von den 1950ern bis in die 1980er Jahre 20 Denkmäler gegen Krieg und Vernichtung, verteilt über das ganze ehemalige Jugoslawien. Das filmische Portait sieben ausgewählter Denkmäler - vom Memorial am jüdischen Friedhof der serbischen Hauptstadt Belgrad über die ‚Stadt der Toten‘ im bosnisch-herzegowinischen Mostar bis hin zum wohl bekanntesten Monument, jenem im ehemaligen Vernichtungslager im kroatischen Jasenovac - will zum Einen das bislang nicht dokumentierte architektonische Werk von Bogdan Bogdanovic in das öffentliche Bewusstsein Mitteleuropas zurückführen.

Stinform | Kapuvar (HU)

Filmvorführung

Der ARB startete im Jahr 2017 ein neues Programm namens STINFORM. Diese Abkürzung bedeutet: Small Towns in the Former Habsburgian Monarchy. An Urbanistik research programm by Architektur Raumburgenland. In Zeiten extrem hoher Bauproduktion bei gleichzeitig zunehmenden Leerständen und Verödungen in den Ortskernen wird ein neuer Blick auf die Potentiale dieser historischen Kleinstädte wichtiger.

Den ländlichen Raum könnte man als Blaupause für den Begriff Heimat bezeichnen. Die schöne Landschaft, das ländliche Brauchtum gelten als der Inbegriff des traditionell Vertrauten. Während das Landleben als Idylle dargestellt wird, ist es durch Landflucht, Braindrain, Zersiedelung, teure Infrastruktur und Niedergang der Nahversorgung in seinem ökonomischen Überleben gefährdet. Die Frage, die sich hier stellt, lautet: Können wir uns das Land als Lebensraum überhaut noch leisten?

Kommende Woche findet unter dem Titel "Ein Blick zurück, ein Schritt voraus." die öffentliche Präsentation von Entwürfen Studierender zur ehemaligen PÄDAK im Wolfgarten statt. Die Entwürfe sind im Rahmen der Lehrveranstaltung Großes Entwerfen am Institut für Denkmalpflege und Bauen im Bestand der TU Wien entstanden. Im Anschluss an die Präsentation findet eine Podiumsdiskussion zum Thema statt.

Interessen an der Region Neusiedler See sind durchaus nicht alle gleich. Gemeinsames Interesse ist jedoch, den Naturraum Neusiedler See vor dem Ausverkauf zu schützen. Eine Initiative von Vertreter/innen aus Tourismus, Landwirtschaft (Weinbau), Umweltschutz, Interessenvertretungen sowie Politik, setzt sich für ein ausgewogenes Verhältnis von Natur-Schutz und Natur-Nutzung der gesamten Region Neusiedler See ein. Die Initiative Neusiedler See bringt der gesamten Region Vorteile.

Das Beste Haus 2018

Preisverleihung

Die s Bausparkasse schreibt in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt Österreich, dem Architekturzentrum Wien und unter Mitarbeit der regionalen Architekturinstitutionen Österreichs zum siebten Mal den Architekturpreis „Das beste Haus“ aus. Ziel des Preises ist, das beste Ein- oder Zweifamilienhaus jedes österreichischen Bundeslandes zu ermitteln und zu küren.

Die Intention des TISCHE-Programms ist es, jungen ArchitektInnen unmittelbar nach Abschluss ihrer Ausbildung die Gelegenheit zu geben, in einem kleineren, innovativen Architekturbüro bzw. in einer Institution im Ausland mit bereits gewissem internationalem Bekanntheitsgrad entsprechende künstlerische und berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Die „Margarete Schütte-Lihotzky- Projektstipendien" sind zu Ehren der verdienstvollen österreichischen Architektin anlässlich ihres 100. Geburtstages eingerichtet worden, um Projekte im Bereich der Architektur bzw. Stadtplanung mit Schwerpunkt auf experimentelle Ansätze im Hinblick auf soziale Verbesserungen bzw. im Zusammenhang mit der Dynamik aktueller gesellschaftlicher Veränderungen durchführen zu können.

Jedes neue Haus verbraucht Grund und Boden, jede neue Straße zerschneidet die Landschaft, jeder neue Parkplatz versiegelt fruchtbare Erde, jedes weitere Auto verschärft den Klimawandel, jeder zusätzliche Gewerbepark reduziert den Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Nichts hat unsere Umwelt – von der Zersiedlung der Grünräume über die Erwärmung der Erdatmosphäre bis hin zum Verlust an Biodiversität – so in Mitleidenschaft gezogen wie unsere Siedlungstätigkeit und der damit verbundene Verkehr der letzten Jahrzehnte.

Bereits zum siebenten Mal werden die besten Häuser Österreichs gesucht. Auch heuer freuen wir uns wieder auf einen spannenden Wettbewerb mit interessanten Objekten! Was ist der Architekturpreis? "Das beste Haus"? Die s Bausparkasse schreibt in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt Österreich, dem Architekturzentrum Wien und unter Mitarbeit der regionalen Architekturinstitutionen Österreichs zum siebten Mal den Architekturpreis „Das beste Haus“ aus.

Günther Domenig (1934-2012) war in Österreich die herausragende Figur der steirischen Architektenlandschaft seit den 1960er Jahren. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen acht ausgewählte Bauten, die von dem österreichischen Bildermacher DAVID SCHREYER 2013 und 2014 besucht und fotografiert wurden.

Die Wettbewerbsaufgabe kann wie folgt beschrieben werden: Die Zweckmäßigkeit der Übersiedlung der Gemeindeverwaltung aus dem bestehenden Rathaus auf den Brunnenplatz soll untersucht werden. Es soll ein Gemeindezentrum, nach Vorgabe des beiliegenden Raum- und Funktionsprogramms entstehen. Das Gemeindeamt mit großem Sitzungssaal soll verwirklicht werden, Veranstaltungen wie z.B.: Gemeinderatssitzungen oder große Trauungen werden in diesen Räumlichkeiten durchgeführt.

Für ein belangloses Hochhaus opfert Wien den Welterbe-Status seines historischen Zentrums. Noch schwereren Schaden aber nimmt die Integrität der Stadtplanung an sich, zumal das Rathaus – assistiert von einer Handvoll dienstbarer Experten – mit immer absurderen Argumenten versucht, Fachöffentlichkeit und Bürger für dumm zu verkaufen. (Text: Reinhard Seiß)

Der Dombezirk

Österreich war 1995 war erstmals mit neun oberösterreichischen Programmpunkten bei dieser europäischen Idee vertreten. Eine österreichweite Beteiligung erfolgte ab 1998 - zunächst allerdings noch ohne Generalthema. 1999 wurde der Tag des Denkmals zum ersten Mal bundesweit unter dem Motto „Kirchliche Denkmalpflege in Österreich“ veranstaltet und konnte an seinem Start bereits über 20.000 BesucherInnen verzeichnen. Das Publikumsinteresse für den Tag des Denkmals steigt kontinuierlich und viele nutzen Jahr für Jahr diese Gelegenheit, ihre eigene kulturelle Umwelt unter einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen und die eine oder andere neuen Erkenntnis darüber mit nach Hause zu nehmen.

Hochhaus in Eisenstadt

Der Tag des Denkmals ist der österreichische Beitrag zu den European Heritage Days. Dieser wird vom Bundesdenkmalamt organisiert und durchgeführt und findet alljährlich am letzten Sonntag im September bundesweit statt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren, dieseserlebbar zu machen und Interesse für die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege zu wecken.

Bei seiner neunten Auslandsexkursion für die Arch+Ing-Akademie führt Stadtplaner Reinhard Seiß dieses Jahr durch Schweden. Im Zentrum steht die aktuelle Entwicklung Stockholms, das das ehrgeizige Ziel verfolgt, bis 2040 CO2-neutral zu sein – wofür auch Architektur, Stadterneuerung, Stadterweiterung und Verkehrsplanung ihren Beitrag zu leisten haben. Die Universitätsstadt Linköping wiederum präsentiert sich als Zukunftslabor für „Social Planning“ und demonstriert im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung im September soziale, aber auch ökologische oder energetische Innovationen in einem eigens errichteten, modellhaften Quartier.

ArchOnTour

Neben der 57. Kunstbiennale in Venedig und der documenta 14 in Kassel und Athen reiht sich die noch weitgehend unentdeckte Folkestone Triennale selbstbewusst in die Reihe der großen Kunstevents des Jahres 2017 ein. Mit "double edge" wählte ihr Kurator Lewis Biggs einen Titel, der vielversprechend doppeldeutig zu verstehen ist. Im Rahmen einer Sonderführung stellt er das Konzept der diesjährigen Folkestone Triennale und Höhepunkte des Programms vor.

25 Jahre nach Ausbruch der Jugoslawien‐Kriege führt der Stadtplaner und Filmemacher Reinhard Seiß zu den einzigartigen Memorialbauten des 2010 in Wien verstorbenen Architekten Bogdan Bogdanović. Im Mittelpunkt stehen die großmaßstäblichen Gedenkstätten für die Opfer von Krieg, Terror und Vernichtung, die der Belgrader Universalkünstler von den 50er bis in die 80er Jahre als Bestandteile ganzer Land Art‐Projekte schuf, sowie deren Einbettung in die Geschichte und Kultur des einstigen Vielvölkerstaats. Daneben lernen die Teilnehmer auf der viertägigen Reise der Arch+Ing‐Akademie aber auch Bogdanovićs Heimatstadt und seine Literatur kennen.

Wer war Fritz Reichl - Eine Spurensuche

Eröffnung: Mag. Thomas Steiner, Bürgermeister der Stadtgemeinde Eisenstadt - Zur Ausstellung: Kurator Dr. Klaus-Jürgen Bauer, Architekt - Architekturgalerie Raumburgenland Contemporary; Pfarrgasse 16/1; A-7000 Eisenstadt; Freier Eintritt - Fritz Reichl war eine Art shooting star der damaligen Architekturszene Ostösterreichs. Er war blendend vernetzt und in allen wesentlichen Institutionen wie dem Künstlerhaus oder der Ingenieur-Kammer engagiert tätig. Reichl beteiligte sich erfolgreich an wichtigen, nationalen Wettbewerben wie dem Neubau des burgenländischen Landhauses in Eisenstadt. Sein Beamtenwohnhaus in Eisenstadt zählt bis heute zu den besten, architektonischen Werken der Landeshauptstadt. Im Alter von 37 Jahren gewann Fritz Reichl den Wettbewerb für die Neugestaltung des Justizpalastes.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) lobt 2017 zum fünften Mal den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit aus. Das große Echo und die rege Beteiligung beim Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit in den Jahren 2006, 2010, 2012 und 2014 zeigten einmal mehr die Vorreiterrolle Österreichs im Bereich des innovativen und nachhaltigen Bauens. Das wird auch durch die hohe Dichte an Vorzeigebauten im internationalen Vergleich bestätigt. In den vergangenen Jahren hat sich nicht nur die Bautechnik stetig weiterentwickelt, es ist auch der Wille größer geworden, eine energieeffiziente Baukultur einer breiteren Öffentlichkeit vertraut und nutzbar zu machen. Diese Entwicklung wird mit dem österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit gefördert und unterstützt, indem über das geforderte Mindestmaß hinausgehende Leistungen für eine zeitgemäße und zukunftsfähige Architektur besonders honoriert und Bauschaffende zu Weiterentwicklungen und Innovationen in den kommenden Jahren ermutigt werden.

Das Bundeskanzleramt schreibt für das Kalenderjahr 2017 zwei Hans-Hollein-Projektstipendien im Bereich Architektur und Design aus, die zu Ehren des verdienstvollen österreichischen Architekten eingerichtet worden sind.

In jeder anderen Kunstgattung, ob in Literatur oder Theater, ob in Film oder Musik, ist in unseren Medien auch negative Kritik ganz selbstverständlich. Selbst Weltstars sind nicht davor gefeit, dass ihr jüngster Roman, ihr aktuelles Stück oder ihr letztes Album in den Feuilletons durchfällt. Aber kennen Sie ein Gebäude von Jean Nouvel oder Zaha Hadid, von Hans Hollein oder Coop Himmelb(l)au, das der heimischen Architekturkritik missfallen hätte? Diese erschöpft sich großteils in der reinen Beschreibung von Häusern. Aber auch wenn einmal ein mutiger Autor, eine mutige Autorin gegen einen Bau anschreiben, geht deren Urteil in der Flut an PR-Texten zum selben Objekt unter. Dabei wäre Kritik nirgends so wichtig wie in der Baukunst: Steht ein Haus erst einmal oder ist ein Platz gestaltet, prägen sie für Jahrzehnte unseren Lebensraum. Während alle anderen Kunstformen von ihrem Publikum selbst gewählt in Anspruch genommen werden, ist Architektur unausweichlich.