In der Architekturgalerie im Zentrum von Eisenstadt werden die für den Bauherr:innenpreis 2025 nominierten und preisgekrönten Projekte ausgestellt. Der Bauherr:innenpreis würdigt herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen, die sich besonders durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Bauherr:innen und Architekt:innen auszeichnen.
Der Eintritt ist frei, keine Voranmeldung notwendig!
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BAUKULTUR IST BAUHERR:INNENKULTUR
Der Stellenwert einer „guten“ Bauherrschaft für den Erfolg eines Bauprojekts ist unbestritten. Doch die Aufgabe ist vielfältig und geht weit über die Finanzierung hinaus: Von privaten Auftraggebenden, die in ihrem Leben vielleicht dieses eine Bauwerk errichten, bis hin zu großen Immobilienunternehmen, für die die Auftraggeberschaft Profession ist. Auch die Rollen variieren je nach Vorhaben und Konstellation: Ideenspender:in, Nutzer:in, Geldgeber:in, Manager:in, Sparringpartner:in oder jemand, der/die für das Konzept und seine Durchsetzung verantwortlich ist. Wie Kaye Geipel, Mitglied der heurigen Hauptjury, in seinem Essay schreibt: „Architektur beginnt – das wird leicht vergessen – weder mit dem Wettbewerb noch mit dem Entwurf, sondern mit einer Entscheidung. Jemand erklärt sich bereit, neuen Raum zu schaffen oder bestehenden zu verwandeln.“
Was bedeutet also „gute“ Bauherrschaft und wie bringt sie herausragende Architektur, gesellschaftliches Engagement, Innovation und beispielhafte Kollaboration hervor? Seit 1967 geht der Bauherr:innenpreis der Zentralvereinigung der Architekt:innen Österreichs diesen Fragen nach, begleitet die Entwicklung der österreichischen Architekturlandschaft, gilt als Vorbild im In- und Ausland und dokumentiert die Kräfte, die unsere gebaute Umwelt prägen und wesentlich für die Entwicklung der österreichischen Baukultur sind.
Dieser Preis will nicht nur herausragende Bauwerke präsentieren, sondern vor allem die Prozesse und Resultate eines dialogischen Vorgangs zwischen Architekt:innen und Bauherr:innen beleuchten, der sich in qualitätsvoller, unkonventioneller, an- und aufregender, vorbildhafter und zukunftsweisender Architektur und gemeinsamer Aktion niederschlägt – oft gegen große Widerstände, wie Hans Hollein, der Mitinitiator des Preises, betont hat. Damit stemmt sich dieser Preis auch gegen langanhaltende Klischees der von Missverständnissen geprägten Beziehung zwischen Bauherrschaft und Architekturschaffenden.
Jedes Jahr feiert der Bauherr:innenpreis eine gemeinsam verantwortete, qualitätsvolle Baukultur in Österreich. Wir sind überzeugt, dass baukulturelle Qualität einen ökologischen, sozialen und ökonomischen Mehrwert für unsere Gesellschaft bedeutet. Unsere Nominierungen beweisen Jahr für Jahr eindrucksvoll, wie vielfältig und anspruchsvoll Bauaufgaben im Dialog zwischen Bauherrschaft und Architekturschaffenden heute gelöst werden können. Das Engagement der Preisträger:innen und nominierten Projekte für eine nachhaltige und qualitätsvolle Baukultur ist beispielhaft und soll als Vorbild für kommende Generationen an Auftraggeber:innen wirken.
Am 9. April um 18:00 Uhr eröffnen wir in der Eisenstädter Architekturgalerie die Ausstellung zum Bauherr:innenpreis 2025. Gezeigt werden die nominierten und preisgekrönten Projekte.
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