In jeder anderen Kunstgattung, ob in Literatur oder Theater, ob in Film oder Musik, ist in unseren Medien auch negative Kritik ganz selbstverständlich. Selbst Weltstars sind nicht davor gefeit, dass ihr jüngster Roman, ihr aktuelles Stück oder ihr letztes Album in den Feuilletons durchfällt. Aber kennen Sie ein Gebäude von Jean Nouvel oder Zaha Hadid, von Hans Hollein oder Coop Himmelb(l)au, das der heimischen Architekturkritik missfallen hätte? Diese erschöpft sich großteils in der reinen Beschreibung von Häusern. Aber auch wenn einmal ein mutiger Autor, eine mutige Autorin gegen einen Bau anschreiben, geht deren Urteil in der Flut an PR-Texten zum selben Objekt unter. Dabei wäre Kritik nirgends so wichtig wie in der Baukunst: Steht ein Haus erst einmal oder ist ein Platz gestaltet, prägen sie für Jahrzehnte unseren Lebensraum. Während alle anderen Kunstformen von ihrem Publikum selbst gewählt in Anspruch genommen werden, ist Architektur unausweichlich.

Angesichts aktueller Problemstellungen wie dem demografischen Wandel und dem Bevölkerungszuwachs in zentralen, urbanen Lagen und der Abwanderung in peripheren Regionen wird ORTE dieses Format nun wieder aufgreifen. Eingeleitet durch ein Impulsreferat eines Experten oder einer Expertin diskutieren im Anschluss etwa zwölf VertreterInnen verschiedener Institutionen und Disziplinen das jeweilige Thema. Die Diskussionen werden aufgezeichnet und zusammenfassend auf der ORTE-Website und in Fachmedien und/oder Tageszeitungen publiziert. Kuratiert und moderiert wird das Niederösterreichische Wohnbaufrühstück von der Architekturpublizistin Franziska Leeb.

Aufgrund der Migrations- und Flüchtlingsströme der jüngsten Zeit hat das Bauen in Mitteleuropa an Brisanz gewonnen. Städte wachsen schneller als noch vor einiger Zeit prognostiziert, städtebauliche Entwürfe müssen auf diese Entwicklung reagieren. Die Gesellschaft befindet sich insgesamt im Umbruch, und das "Bauen" ist mit neuen Fragestellungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wird im Gesamtprogramm des Festivals eine Vielfalt an Themen und architektonischen Konzepten sowie Ausdrucksweisen präsentiert. Dietmar Feichtinger, der diesjährige Festredner, führt seit mehr als 20 Jahren ein erfolgreiches Architekturbüro in Paris. Er stellt die Frage nach der Identität der zeitgenössischen Metropole und richtet den Fokus auf Paris und Wien.

ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich wird 2017 in fünf Salons ausgewählte Architekturkritiken aus Österreich und dem deutschsprachigen Raum analysieren und unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Welche wirtschaftlichen, akademischen und gesellschaftlichen Faktoren bedingen den Zustand der heimischen Architekturpublizistik? Was sind die Qualitätsmerkmale guter Architekturkritik? Welche Kriterien sind an die Auswahl und die Beurteilung von Bauten anzulegen? Wie sehr sollen Kritikerinnen und Kritiker in ihren Texten Position beziehen? Welche Sprache ist dabei angemessen? Und wo verlaufen die Grenzen zu Marketingtexten, Projektlobbying und Live Style-Journalismus rund um Architektur?

Urban Acupunctures

Ausstellung

Eine Studentengruppe der Technischen Universität Wien bekam im Herbst die Aufgabe, in die historische Struktur des Stadtteils Oberberg/Unterberg an vier fiktiven Bauplätzen innovative Formen von Geschoßwohnbauten zu implantieren, als eine Art urbanistischer Akupunktur. Die 8 spannendsten Arbeiten werden nun anhand videounterstützter Kurzpräsentationen vorgestellt und deren Autoren stellen sich der Diskussion mit Fachjury und Publikum.

Der Architektur Raumburgenland lädt alle Freunde und Förderer des Architektur Raumburgenland zum gemütlichen Beisammensein ein. Ab 16:00 Uhr gibt es in den Räumlichkeiten der Architekturgalerie Raumburgenland Contemporary Maroni und Glühwein.

Es ist ein elementares Bedürfnis, ein Teil dessen, was wir sind, und ein Politikum: Was wir bauen und wie wir wohnen formt uns selbst und die Landschaft, in der wir leben. Gerade angesichts der Neuankömmlinge aus Ländern wie Syrien und Afghanistan stellt sich die Frage nach dem Raumbedürfnis auf neue, schärfere Art. Dieses Buch versammelt Geschichten vom Bauen, die wie nebenbei von Zusammenhalt, Mut und Neuanfängen erzählen. Und das alles im Burgenland – einer Gegend mit vielen Sprachen, Gesichtern und einer großen Liebe zu Türmchen, Treppen, Erkern und allem, was man für den Rückzug ins Private sonst noch zu brauchen glaubt.

Technik bewegt

Workshop

Die Impulswoche technik bewegt bringt Jugendlichen die Aufgaben von ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen näher. technik bewegt gibt auf jugendgerechte und spannende Weise Einblick in planende, technische Berufe und zeigt die Bedeutung der ZiviltechnikerInnen für die Gestaltung unseres Lebensraums auf.

Bauherrenpreis 2016

Preisverleihung

Am 4. November wurden im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz die diesjährigen Gewinner_innen des ZV-Bauherrenpreises ausgezeichnet. Aus insgesamt 100 Einreichungen wurden zuvor 27 Projekte für die Shortlist ausgewählt. Daraus ermittelte die Hauptjury bestehend aus Julia Bolles-Wilson (Münster), Falk Jaeger (Berlin) und Martin Kohlbauer (Wien) nun sechs Preisträger_innen des ZV-Bauherrenpreises 2016.

Entdämmt Euch

Ein Gespinst geht um in Europa – ein Gespinst, das in Form von gepressten Schaumplatten auf unsere Hauswände geklebt wird. Alle Mächte Europas haben sich in einer heiligen Hetzjagd – so scheint es – für das Dämmen unserer Häuser verbündet. Haben wir mit dem Dämmen von Gebäuden den Stein der Weisen auf dem Weg zum Energiesparen entdeckt oder sind wir vielleicht doch eher einem furchtbaren Irrtum aufgesessen?

Venedig

ARCH ON TOUR steht für Reise-KUNST, ARCHITEKTUR-Netzwerk, Interieur-DESIGN und STADT-Erlebnis, mit PERFEKTION zusammengestellt und begleitet von der Architektin und Reisespezialistin Marion Kuzmany.

Restaurant Grenadier

Programm: Restaurant Grenadier auf der Burg Forchtenstein, Doppelhausanlage in Pöttelsdorf, Seehaus am Neufelder See, Genussakademie Burgenland in Donnerskirchen, Kalandahaus in Trausdorf

Das Burgenland verfügt über eine Reihe von traditionellen und auch innovativen Baumaterialien, die nicht zuletzt das Bild der gebauten Umwelt mitprägen. Von Sandsteinen über Schotter bis hin zu gepressten Schilfplatten besteht das Spektrum von Baumaterialien, die aus aus lokalen Ressourcen gewonnen werden. Auch Designmöbel und Beleuchtungen aus dem burgenländischen Umfeld sollen ihre Plattform bekommen. Beispiele und gelungene Detaillösungen sowie praktische Anschauungsobjekte der vielfältigen Materialien sollen Interessierten ein Spektrum abseits der industriellen Normen aufzeigen.